Bauchtasche #change

 6,00 inkl. MwSt.

Größe One Size

Kein Versand! Datei zum Download

  • Modell Accessoires
  • Grösse One Size
  • Schwierigkeit Mittel

Beschreibung

Entscheiden müssen?
Nicht mit diesem Schnittmuster! Unsere Bauchtasche #change kannst du wahlweise am Gürtel oder als kleine Umhängetasche kreuz und quer tragen. Wunderbar wandelbar und als hübsches Hüftgold ein absolutes Must-have. Der perfekte Begleiter für ’nen schicken Konzertabend, die Dance Night im Club oder eine Radtour mit Freunden.

Was du bekommst

Mit dem Kauf dieses Schnittmusters erhältst du eine PDF-Datei im Din A4 Format, die du mit dem kostenlosen Adobe Reader herunterladen und direkt ausdrucken kannst.

Im Download ist der Schnitt auch in Originalgröße vorhanden, falls du ihn im Copyshop lieber als kompletten Schnittmusterbogen plotten lassen möchtest. So oder so bekommst du folgende Schnittteile von uns:

  • Vorderteil
  • Rückteil
  • Oberteil
  • Boden
  • Trägerlasche
  • Gürtelschlaufe
  • Futterrückteil
  • Futteroberteil

Alle weiteren Informationen, Empfehlungen und die Nähanleitung findest du direkt hier auf dieser Seite…einfach nach unten scrollen und loslegen.

Was du brauchst

Stoffempfehlung

Für unsere Bauchtasche sind festere Stoffe super, denn dann behält die Rundung ihre schöne Form. Wir haben Canvas verwendet, aber auch Segel- und Textilwachstuch, Nylon, Jeans, Leder und sogar Sweatstoffe eignen sich gut. Wenn du die Vorder- und Rückseite zusätzlich mit einer Wattestepperei aufhübschen möchtest, kannst du auch weichere Stoffe wie Satin, Viskose oder Seide verwenden, da das Volumenvlies die nötige Stabilität erzeugt.

Du bist also relativ frei in der Wahl deines Außenstoffs und bei der Innenverarbeitung ebenso. Hier kannst du eine leichte Baumwolle verwenden oder ein Seidenfutter, wenn du’s lieber glänzend magst. Polyester und Viskose lassen sich ebenfalls gut einfüttern.

Materialliste

Ausgehend von 150 cm Stoffbreite, benötigst du:

  • 17 cm Canvas für das Vorder- und Rückteil, Oberteil und den Boden, Gürtelschlaufen & Trägerlaschen
  • 35 cm Futter für das Vorder- und Rückteil mit Innentasche, Oberteil und den Boden
  • 17 cm Volumenvlies für das Vorder- und Rückteil (optional für Oberteil und Boden)
  • 1x 22 cm Reißverschluss für die obere Taschenöffnung (nicht teilbar)
  • 110 cm Baumwoll– oder Ripsband | 1,5 cm breit
  • 110 cm Trägerkette
  • 2x D-Ring | 1,5 cm breiter Durchlass
  • Nähgarn und/oder Overlockgarn in passender Farbe

Maschinen & Zubehör

Zum Nähen reicht die normale Haushaltsmaschine völlig und mit folgendem Zubehör geht ohnehin alles viel leichter von der Hand:

Sticharten

Zum Zusammennähen:

Haushaltsmaschine Geradstich || Stichlänge 2,5

Zum Absteppen mit Volumenvlies:

Haushaltsmaschine Geradstich || Stichlänge 3,2

Zum Flachsteppen am Reißverschluss:

Haushaltsmaschine Geradstich || Stichlänge 2,8

Zum Riegeln der Gürtelschlaufe:

Haushaltsmaschine Zick-Zack-Stich || Stichlänge 2,8 & Stichbreite 4

Schnittmuster vorbereiten

Nahtzugabe

Wir haben um alle Schnittteile bereits 1 cm Nahtzugabe zugegeben. Du kannst also alles ganz entspannt an der dickeren Außenlinie ausschneiden und musst nichts weiter beachten. Zugeschnitten werden die Teile dann so:

 

1x Vorderteil im Fadenlauf (opt. mit Wattesteppung)

1x Rückteil im Fadenlauf (opt. mit Wattesteppung)

2x Oberteil im Fadenlauf (opt. mit Wattesteppung)

1x Boden im Fadenlauf (opt. mit Wattesteppung)

2x Trägerlasche im Fadenlauf

2x Gürtelschlaufe im Fadenlauf

1x Futtervorderteil im Fadenlauf

1x Futterrückteil im Fadenlauf

2x Futteroberteil im Fadenlauf

1x Futterboden im Fadenlauf

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Anleitung

Schritt 1 - Stoff platzsparend falten

Da es sich bei der Bauchtasche um eher kleine Schnittteile handelt, brauchst du den Stoff nicht über die gesamte Weite doppelt einzuschlagen. Einige der Teile werden ohnehin nur einlagig zugeschnitten. Für alle anderen reicht es, wenn eine Stoffseite nur so weit nach innen gelegt wird, bis die Teile darauf Platz finden. Damit sparst du eine Menge Stoff für andere coole Projekte. Yay!

Achte beim Einklappen nur immer darauf, dass die rechten Seiten aufeinander liegen und die Webkante parallel zum Stoffbruch verläuft, damit du im Fadenlauf bist.

Schritt 2 - Wattestepperei anfertigen

 

Wenn du deiner Bauchtasche noch »das gewisse etwas« verpassen möchtest, ist eine Wattestepperei genau das Richtige. Die solltest du allerdings noch vor dem eigentlichen Zuschnitt anfertigen, da sich die Stoffe durch die Steppung etwas zusammenziehen.

Schneide dir das Vorder- und Rückteil also erstmal etwas breiter aus und zeichne dir dein Muster auf der Außenseite an. Am Besten eignen sich hier übrigens selbstlöschende Textilmarker, deren Markierfarbe nach einer Weile von selbst wieder verschwindet. Damit du keine bösen Überraschungen erlebst, immer an einem Reststück testen! Das ist wichtig, da du auf Volumenvlies echt schwer zeichnen kannst und die Stepplinien auf der rechten Stoffseite angezeichnet werden müssen. Das Muster kannst du vom Schnittteil übernehmen oder komplett frei wählen. Wichtig ist nur, dass die Steppung die beiden Lagen miteinander fixiert.

Heißt, nach dem Aufzeichnen wird das Volumenvlies untergelegt und mit Quernadeln fixiert. Die Linien kannst du mit einem etwas größeren Stich nähen, damit das Muster schön zur Geltung kommt. Der Obertransportfuß hilft dir, dass dabei Nichts verrutscht und wenn du die Nadelposition nach unten stellst, kannst du deinen Musterverlauf auch in der Stofffläche drehen. Du kannst natürlich auch unterschiedliche Muster für die Vorder- und Rückseite anfertigen oder Steppungen für die beiden Oberteile und den Boden ergänzen…ganz wie es dir gefällt.

Übrigens: Je dicker das Volumenvlies, desto schöner kommen später die Steppungen zum Vorschein. Das gilt auch für die Garndicke. Wer möchte, kann hier auch die Sashiko Technik anwenden und die Steppereien von Hand einsticken.

Schritt 3 - Zuschnitt der Teile

Du kannst deine Schnittteile ganz einfach mit einem Rollschneider zuschneiden. Dafür legst du eine große Schneidematte unter deinen Stoff und beschwerst die Schnittteile mit Gewichten. Mit deiner freien Hand kannst du den Schnitt auf Höhe des Rollmessers sanft auf den Stoff drücken. So lassen sich die geraden Strecken und auch die gerundeten Kanten ganz einfach zuschneiden. Bei innen liegenden Ecken, wie beim Futterrückteil mit Innentasche, empfehlen wir dir zur Schneiderschere zu greifen, damit du nicht aus Versehen in den Stoff schneidest.

Schritt 4 - Schnittmarkierungen

Wichtige Kantenmarkierungen knipst du mit einer kleinen, scharfen Schere ca. 3 – 4 mm tief ein. Vorsicht, nicht zu tief, damit du später kein Loch hast.

Positionen im Schnittteil, wie du sie beispielsweise für die Gürtelschlaufen brauchst, kannst du als kleine Pünktchen mit einem Kreidestift oder dem Textilmarker anzeichnen. Wundere dich bitte nicht, denn die Markierungen sind hier leicht nach innen versetzt, damit sie später beim Weiterarbeiten auf jeden Fall verdeckt werden.

Schritt 5 - Gürtelschlaufen vorbereiten

Nun kommt die Stunde der Wahrheit. Magst du deine Tasche #change als Bauchtasche tragen oder doch lieber als Umhängetasche? Jetzt werden nämlich die Gürtelschlaufen vorbereitet. Falls du dich gar nicht entscheiden kannst, verarbeitest du einfach beides.

Dafür klappst du je eine Gürtelschlaufen der Länge nach rechts auf rechts und nähst sie an den beiden Längsseiten zusammen. Dann wendest du das Ganze durch die Lücke, in dem du mit dem Ende eines Pinsels oder Kochlöffels mittig gegen den Stoffbruch drückst und die Ecken von innen nochmal vorsichtig herausschiebst. Zum Schluss werden sie noch sauber auf die Nähte gebügelt und an den Längsseiten knappkantig abgesteppt.

Schritt 6 - Gürtelschlaufen aufnähen

Als Nächstes kannst du die Gürtelschlaufen auf dem Rückteil positionieren. Die Markierungen sollten dabei knapp überdeckt werden. Da die Gürtelschlaufe am Bruch etwas flacher und sauberer gearbeitet ist, darf dieses Ende gerne nach oben zeigen. Sieht einfach hübscher aus, wenn man von oben draufschaut. Die untere, noch offene Seite, schlägst du um 1 cm nach hinten ein und fixierst alles mit Quernadeln. Die kurzen Seiten werden wieder knappkantig mit einem Riegel aufgenäht oder mit einem Geradstich, den du mehrfach vor und zurück steppst. Setze gerne noch einen zweiten Riegel mit etwas breiterem Abstand. So ist die Schlaufe doppelt fixiert und sollte jedes Gewicht tragen können.

Je nach Gürtelbreite kannst du den zweiten Riegel auch nutzen, um den Mittelteil etwas zu verkürzen.

Schritt 7 - Trägerlaschen vorbereiten

Da du gerade bei den Kleinteilen bist, kannst du auch noch schnell die seitlichen Laschen vorbereiten. Gilt natürlich nur für die Variante der Umhängetasche. Die soll’s werden?

Super, dann klappe die Lasche an den Knipsen auf die Hälfte und nähe sie an der Längsseite zusammen. Danach wendest du den Tunnel mit Hilfe einer Sicherheitsnadel, die du durch die Nahtzugabe pieken und dann durch den Tunnel schieben kannst. Die Naht bügelst du in eine der Kanten. Wer mag, kann die Längsseiten auch nochmal knappkantig absteppen, bevor die Lasche in den D-Ring eingefädelt wird. Die offenen Tunnel-Enden klappst du aufeinander, fixierst sie mit einer Stecknadel…und legst sie erstmal zur Seite.

Schritt 8 - Reißverschluss einnähen

Als Nächstes wird der Reißverschluss an den Außenstoff genäht. Dafür hast du die beiden Oberteil-Streifen mit den Knipsen. Genau dort steckst du den Reißverschluss mit dem Webband entlang der Schnittkante fest. Zipper und Endstück sollten zwischen den Knipsen liegen und die Zähnchen dabei nach unten zur rechten Stoffseite zeigen.

Bevor du startest, tauschst du noch schnell das Nähfüßchen gegen den Reißverschlussfuß. Die Nadelposition stellst du ganz nach links, damit du beim Nähen so dicht wie möglich an die Zähnchen kommst. Aber nicht zuuuu dicht, denn der Zipper sollte noch bewegbar sein. Das kannst du auch gleich testen, sobald du den Zipper erreichst. Hier einfach kurz anhalten, die Nadel im Stoff stecken lassen, Füßchen anheben und den Zipper unter dem Füßchen vorbeischieben. Das Füßchen wieder senken und weiternähen. Anfang und Ende natürlich gut verriegeln.

Wenn du beim Feststecken an der zweiten Seite darauf achtest, dass die Stoffstreifen oben und unten die gleiche Höhe haben, sitzt dein Reißverschluss später auch perfekt dazwischen.

Schritt 9 - Futter annähen

Wenn du den Reißverschluss zwischen den Oberstoff-Streifen fixiert hast, kannst du als Nächstes das Futter annähen. Geübte können natürlich beides zusammen festnähen. Alle anderen legen das Futter mit der rechten Seite nach oben vor sich auf den Tisch und das Oberteil mit angenähtem Reißverschluss mit der rechten Seite nach unten passgenau darüber.

Die Lagen steckst du wieder an der Kante zusammen und nähst das Futter im Nahtschatten der vorherigen Naht an. Heißt, dein Reisser liegt zwischen den Lagen und beim Nähen hast du die Oberstoffseite oben liegen. Genäht wird wieder von Kante bis Kante am Zipper vorbei und alles gut verriegeln. Vorsicht, dass du die Lagen auch wirklich nur an der Nahtzugabe zusammennähst.

Schritt 10 - Nahtzugabe flachsteppen

Wenn du den Reißverschluss zwischen Oberstoff und Futter eingenäht hast, kannst du die Stoffe links auf links klappen. Du hast sicher gemerkt, dass dein Futter ein paar Millimeter schmaler war. Wir haben dem Oberstoff nämlich etwas »Rollweite« zugegeben, damit er sich entspannt um die Naht legen kann. Nun sollten die Strecken perfekt übereinander passen. Stimmt’s? Großartig!

Damit der Reißverschluss beim Öffnen nicht immer das Futter futtert, wenden wir noch schnell einen kleinen Trick an, bevor du die Außenkanten zusammennähst. Dafür bügelst du die Nahtzugabe in Richtung Futter, drehst das Ganze um und steppst das Futter knappkantig auf die Nahtzugabe. Natürlich auf beiden Seiten.

Den Oberstoff kannst du nun vorsichtig über die Nahtzugabe nach außen bügeln und die Stofflagen an den beiden Längsseiten knappkantig zusammensteppen. Damit hast du es später leichter das Vorder- und Rückteil anzunähen.

Schritt 11 - Trägerlaschen annähen

Jetzt schnappst du dir die beiden Trägerlaschen mit dem D-Ring und fixierst sie jeweils an Anfang und Ende des Reißverschlusses. Die offenen Schnittkanten sollten dabei nach außen zeigen und die Laschen genau mittig positioniert werden. Gerne mehrfach knappkantig hin und her nähen, damit die Laschen nicht verrutschen können. Falls das doch der Fall ist, weil der Reißverschluss ständig auseinander flutscht, kannst du das jeweilige Reißverschlussende auch vorher schnell mit ein paar Maschinenstichen oder auch per Hand fixieren. Wer nur eine Bauchtasche nähen möchte, überspringt diesen Schritt.

Schritt 12 - Taschenboden annähen

Wenn die Laschen fixiert sind, kannst du den Taschenboden annähen. Dafür steckst du den Außenstoff an den kurzen Seiten rechts auf rechts mit dem fertigen Reißverschlussoberteil zusammen. Wenn du den Boden mit Volumenvlies verstärken möchtest, wird das Vlies auch gleich mit festgenäht. Stecke es am Besten schon vorher mit ein paar Quernadeln auf die linke Oberstoffseite…sonst kommt man irgendwann durcheinander.

Bei so vielen Stofflagen solltest du lieber etwas langsamer nähen und ganz normal mit 1 cm Abstand zur Stoffkante. Über die Laschen darfst du auch gerne etwas öfter steppen, denn hier hast du später das ganze Gewicht, falls du dich für die Umhänge-Variante entschieden hast.

Oh, und bitte nicht wundern…der Boden ist etwas länger als das Reißverschlussoberteil, wodurch schon eine leichte Wölbung entsteht, sobald du die zweite Seite geschlossen hast.

Schritt 13 - Futterboden verstürzen

Damit Nahtzugabe und Vlies innen nicht sichtbar sind, wird noch der Futterboden verstürzt.

Lege also die Futterteile von Boden und dem Reißverschlussoberteil rechts auf rechts und nähe die kurze Seite im Nahtschatten der vorherigen Naht oder 1 mm darüber (im Teil). Heißt, die vorherige Naht soll danach nicht mehr sichtbar sein.

Bevor du die zweite Seite annähst, vergewissere dich, dass du sie nicht verdreht hast und wieder trennen musst. Es entsteht nämlich eine Art Knoten und kein Ring, der exakt ineinander sitzt. Wenn du dir unsicher bist, schlage den Futterboden über die gerade gesteppte Naht und lege ihn glatt über das Volumenvlies bis zur anderen Seite. Hier schlägst du die Nahtzugabe nach innen ein und greifst alle Nahtzugaben zwischen den Stofflagen. Um die Lagen zusammenstecken zu können, musst du den Stoff umstülpen, wodurch eine Verdrehung oder eben der »Knoten« entsteht. Klingt komplizierter als es ist. Versprochen.

Wenn die zweite Seite festgenäht ist, kannst du Futter, Oberstoff und Volumenvlies glatt aufeinanderlegen und an den Kanten knappkantig zusammensteppen. So gibt’s keine Schrägzüge beim Weiterverarbeiten.

Schritt 14 - Vorder- und Rückteil vorbereiten

Gleiches gilt für Vorder- und Rückteil, denn hier fehlt uns auch noch das Innenfutter. Am Vorderteil ist das super einfach, denn du legst Oberstoff und Futter an den Knipsen einfach nur passgenau links auf links zusammen und steppst rundherum knappkantig ab. Beim Rückteil muss man etwas mehr aufpassen, sofern du eine Wattestepperei mit Richtung gewählt hast. Denn die soll ja später mit dem Tascheneingriff übereinstimmen.

Falte dir aber erstmal das Futterrückteil am unteren Bruch nach oben. Dadurch entsteht nämlich der Taschenbeutel. Ob du richtig gefaltet hast, kannst du an den Knipsen erkennen, denn die sollten aufeinanderpassen und die finale Form deinem Rückteil entsprechen. Stecknadeln helfen, dass nichts verrutscht und dann wird die linke Futterseite auf das linke Rückteil gelegt. Die Knipse sollten wieder übereinstimmen. Kurz nochmal Muster und Tascheneingriff überprüfen und dann auch diese Lagen rundherum knappkantig steppen.

Schritt 15 - Vorderteil annähen

Bevor wir nun eeeendlich die Teile zusammennähen noch zwei kleine Fragen:

  1. Auf welcher Körperseite trägst du deine Tasche?
  2. Möchtest du sie von vorne zur Seite hin öffnen oder von der Seite zur Mitte?

Je nach Vorliebe kannst du nun bestimmen wie du den Reißverschluss mit Vorder- und Rückteil zusammennähst. Wenn das entschieden ist (und nach kurzem Mustercheck), werden die oberen Knipse von Vorderteil und Oberteil rechts auf rechts zusammengesteckt. Dann die an den Seiten und am Boden. Den Rest kannst du rundherum verteilen und keine Angst, wenn es etwas zieht. Wir haben ja ein gerades Teil, das auf ein rundes genäht werden soll und die Naht an der Kante sorgt zusätzlich für Spannung, die wir aber gleich beim Nähen beseitigen.

Das runde Vorderteil sollte auf jeden Fall unten liegen, damit du den geraden Streifen immer stückweise an die Schnittkante legen kannst. Wenn das an den Rundungen eben nicht gut funktioniert, kannst du den Streifen immer wieder vorsichtig einknipsen. Dadurch löst sich die Spannung und du hast mehr Spielraum in der Kurve. Es ist übrigens kein Problem, wenn du dabei die Naht durchschneidest, die die Lagen fixiert. Wichtig ist nur, dass du nicht insgesamt zu tief knipst. Wirklich nur 3-4 mm, sonst gibt’s Löcher. Einmal rundherum zusammennähen – und schon mal mega stolz sein!

Schritt 16 - Rückteil annähen

Exakt das Gleiche machst du mit dem Rückteil. Nur solltest du hier unbedingt wieder auf die Richtung achten…ist sonst doof, wenn die Öffnung der Innentasche nach unten zeigt UND unbedingt den Reißverschluss öffnen, damit du die Tasche später wenden kannst.

Schritt 17 - Innenkante versäubern

Zum Schluss machen wir die Innenkanten noch hübsch. Wir haben die Nahtzugabe einfach auf 4-5 mm zurückgeschnitten und die offene Schnittkante rundherum mit einem Ripsband eingefasst. Das Band kannst du dir vorher der Länge nach auf die Hälfte bügeln oder einfach so mittig um die Kante legen. Fixieren kannst du es mit Stecknadeln, einem Heftstich oder du probierst es freihand. Wichtig ist nur, dass du auf dem Band nähst und es auch auf der Unterseite triffst. Das Bandende lässt du etwas länger, damit es den Anfang verdeckt und schlägst es zum Schluss nach innen ein. That’s it! Wenden – und deine coole Bauchtasche ist ausgehfertig!!!

Schritt 18 - Trägerkette anbringen

Ach ja – Träger dran und fertig ist die Umhängetasche! Das letzte Kettenglied wird einfach mit der Metallzange leicht aufgebogen, über den D-Ring gelegt und wieder zu gedrückt. Wenn du eine Zange mit Zähnchen hast, lege lieber ein Stück Stoff dazwischen, damit es keine Abdrücke gibt. Achte darauf, dass die Kette nicht verdreht ist, wenn du die zweite Seite anbringst und freue dich über dein neues Schmuckstück. Wohoooooo!

Tipps und Tricks

vielseitiges Ripsband

Wer keine Lust auf Gürtelschlaufen und Trägerkette hat, kann auch hier auf Ripsband zählen. Das Band ist stabil genug, um die Tasche sowohl am Gürtel, als auch auf der Schulter zu halten. Die Breite kannst du natürlich variieren.

Wenn du dann die passende Länge für den Träger ermittelt hast, gibst du einfach noch etwas Nahtzugabe zu und befestigst an den Enden jeweils einen Karabiner. So ist der Träger schnell angebracht oder darf zu Hause bleiben, wenn die Bauchtasche ihren Auftritt hat.

Zusätzlich zu den Gürtelschlaufen kannst du das Ripsband auf der Rückseite auch quer anbringen. Warum? Na, damit hast du auch gleich noch die Möglichkeit die Tasche aufzuhängen und sie als kleine Kosmetiktasche zu verwenden. YAY!